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Kirche aus allen Nationen

Bischof Franz-Josef Bode hatte gestern zur Messe mit den nordischen Bistümern eingeladen. In einem überfüllten Dom feierten mehr als 1000 Gläubige einen bewegenden Gottesdienst.

„reinlassen, der Dom ist leider überfüllt“, sagt die Helferin des Katholikentags – immer und immer wieder. Das bekommen leider auch die Klarissen, Schwester Walburga und Schwester Alaine, aus dem norwegischen Larvik zu hören. „Schade, da kann man nichts machen“, sagt Schwester Walburga. Sehr gerne hätten sie an der Messe der nordischen Bistümer teilgenommen. Aber der Dom ist bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Viele Gäste aus dem hohen Norden, Ordensleute, Freunde und Förderer von Bonifatius- und Ansgarwerk sowie Skandinavienliebhaber sind gekommen, um gemeinsam Eucharistie zu feiern.
Hauptzelebrant ist der Gastgeber des Katholikentags, Osnabrücks Bischof Bode. Die Liste der Konzelebranten ist lang: Der Stockholmer Bischof Anders Aborelius, Monsignore Georg Austen, Reykjaviks Bischof Peter Bürcher, Bischof Bernt Eidsvig, Kopenhagens Bischof Czes-law Kozon, Propst Ansgar Lüttel, der Trondheimer Bischof Georg Müller und Helsinkis Bischof Josef Wrobel. Die musikalische Gestaltung übernimmt eindrucksvoll der Chor der Stockholmer Domkirche St. Erik.
„Norwegen ist ein weites Land“, sagte Bischof Eidsvig zu Beginn seiner Predigt, das sei ihm bis zu dem Zeitpunkt, als er in seinem Bistum erstmals die Firmung spendete, gar nicht so klar gewesen. Die vielen Einwanderer stellten die norwegischen Katholiken vor eine große Herausforderung. „Die Kirche aus allen Sprachen und Nationen ist Gottes Lösung“, betonte Eidsvig. Zudem dankte er den Katholiken in Deutschland für die konkrete Solidarität. Die nordischen Gottesdienstteilnehmer stimmten mit herzlichem Applaus zu. (cm)

Stärker auf Einwanderer zugehen



Dass katholisch sein im hohen Norden mehr bedeutet als nur Fjorde, Elche und weites Land, davon haben Vertreter der nordischen Bistümer gestern berichtet. Eingeladen zum Podium in der kleinen Gymnasialkirche hatten das Ansgarwerk und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Zahlreiche Menschen kamen.
Generalsekretär Georg Austen eröffnete die Veranstaltung. Der Stockholmer Bischof Anders Arborelius rief in seinem Referat die katholische Kirche in Westeuropa zu mehr Offenheit gegenüber Einwanderern auf: „Versuchen Sie es, mit all diesen Menschen, eine katholische Gemeinschaft .aufzubauen. Es wird sich lohnen, dass kann ich Ihnen versichern!“
Pfarrer Jürgen Jamin aus Island, Eva Maria Nielsen aus Dänemark und Heidi Tuorila-Kahanpää aus Finnland gaben kurzweilige Einblicke in den Alltag der Katholiken im hohen Norden.
In Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island gehören die Katholiken als Folge der Reformation zur absoluten Minderheit und machen dort nur 0,1 bis vier Prozent der Bevölkerung aus.

Quelle: Kirchenbote(Osnabrück)