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Bonifatiuswerk-Hilfe für erfolgreichen Abschluss des Pro Reli-Volksbegehrens in Berlin

Bei der Abschlussveranstaltung zum Volksbegehren des Aktionsbündnisses Freie Wahl gab der Vorsitzende der Trägerinitiative bekannt, dass mindestens 307.000 Unterstützerunterschriften gesammelt werden  konnten. “Damit ist unser Volksbegehren das mit Abstand erfolgreichste in der Geschichte Berlins,” sagte Christoph Lehmann. Er dankte dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken für das große Engagement: “Das ist ein wahres Volksbegehren, das ohne die Mitarbeit von zahlreichen Ehrenamtlichen nicht zu diesem Ergebnis gekommen wäre. Besonders hervorheben möchte ich auch die finanzielle und ideelle Unterstützung durch das Bonifatiuswerk. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass das Diaspora-Hilfswerk die Christen in der Minderheit nicht in Stich lässt.“ 

Zu dem unerwartet guten Ergebnis sagte Christoph Lehmann: “Wir freuen uns, dass wir eine so große Resonanz in der Berliner Bevölkerung quer durch alle Religionen, Weltanschauungen und Herkünfte sowie jenseits sämtlicher Parteigrenzen gefunden haben.”

Monsignore Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, hob hervor: „Dem Bonifatiuswerk ist die Erteilung des konfessionellen Religionsunterrichtes gerade in der Diaspora seit Jahrzehnten ein ganz zentrales Anliegen. Daher ist es für uns ein wichtiges pastorales und politisches Signal, Pro Reli in Berlin nicht nur ideell, sondern auch finanziell zu stärken. Wir empfinden die bisherige Regelung in Berlin als undemokratische Zumutung. Ein Zwangsfach Ethik für alle ist eine unerhörte Bevormundung.“


Monsignore Georg Austen

Pro Reli fordert die Einführung von Religion als ordentlichem Lehrfach auch an den Berliner Schulen, so wie dies in fast allen anderen Bundesländern bereits heute der Fall ist. Jedes Kind soll und muss die Möglichkeit erhalten, die Grundlagen seiner eigenen Überzeugung kennen zu lernen und damit das eigentliche Fundament seiner späteren ethischen und moralischen Vorstellungen zu legen. „Wir dürfen die Kinder nicht um Gott und eine wesentliche Orientierungshilfe in ihrem Leben betrügen und sollten ihnen eine Wahlfreiheit zugestehen“, so Austen weiter: „Der Religionsunterricht ist eine riesige Chance, die Kinder und Jugendlichen mit ihren Fragen nicht allein zu lassen.“

 

Hintergrund

Seit August 2006 besuchen alle Berliner Schüler der siebten bis zehnten Klasse das Pflichtfach Ethik. Diese Praxis hat zu einem massiven Rückgang der Schüler im nur zusätzlich angebotenen Religionsunterricht geführt. "Pro Reli" kämpft für die Gleichstellung von Ethik und Religion. Beim anstehenden Volksentscheid sind 610 000 Stimmen für eine Änderung des Schulgesetzes nötig. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) haben für ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion unterschrieben.



Quelle: Bonifatiuswerk.de