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Bonifatiuswerk zu Gast in München

Zu einem Treffen mit dem Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, und einem Antrittsbesuch in der Geschäftsstelle des Ökumenischen Kirchentages 2010 reisten der Präsident und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken nach München. "Für uns steht im Vordergrund, wie wir auf die Anliegen der Katholiken in der Diaspora, ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre positiven Erfahrungen im missionarischen Wirken, im Besonderen aus den Wurzeln des Missionsvereins für Deutschland, aufmerksam machen können", sagte der Präsident, Freiherr Georg von und zu Brenken.

"Wir wollen uns bedanken bei allen Spenderinnen und Spendern im Erzbistum München für die langjährige und verlässliche Solidarität mit den Menschen, die in der Zerstreuung unseren Glauben leben", überbrachte Baron von und zu Brenken Erzbischof Reinhard Marx den Dank der Katholiken in der Diaspora. Dass die Gläubigen im südlichen Bayern besonders sensibel für die Nöte der Menschen in der Vereinzelung sind, das sehe man an den Kollekten und Spenden, die im Bonifatiuswerk eingehen, meinte der Baron.

Empfing Monsignore Austen und Baron von und zu Brenken in München: der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx
Empfing Monsignore Austen und Baron von und zu Brenken in München:
der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx

Erzbischof Marx zeigte sich sehr interessiert an den Hilfen des Bonifatiuswerkes für die Erstkommunion- und Firmkatechese und äußerte sich überzeugt, dass auch die neuen Glaubenstaschen in der Kirche vor Ort Frucht bringen. Denn Glaubensrucksack und Neugeborenentasche forderten dazu heraus, eigene Konzepte für die Pastoral vor Ort zu entwickeln, so Erzbischof Marx. "Wir sprachen über beide Pole unserer Hilfe", berichtete Generalsekretär Monsignore Austen über den Gedankenaustausch mit dem Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz. "Zum einen sprachen wir über unsere Hilfe für die Menschen, die in der extremen Diaspora, also der territorialen Diaspora leben. Zum anderen redeten wir ausführlich über die Glaubensdiaspora, die immer mehr Gläubige auch in mehrheitlich katholischen Gebieten schmerzhaft erleben müssen, und darüber, was es heißt, in solch einer Situation, missionarisch Kirche zu sein." Auch über die Möglichkeiten, wo sich das Bonifatiuswerk in subsidiärer Unterstützung der Diözesen einsetzen kann als Missionsverein für Deutschland, tauschte man sich aus, resümierte Monsignore Austen. In dem offenen und einladenden Gespräch berieten die Beteiligten, wo sich Bonifatiuswerk und Erzbistum gegenseitig befruchten können, wo sie ihre Zusammenarbeit auf personeller und thematischer Ebene intensivieren können.

Zu Gast in der Geschäftsstelle des ÖKT: Dr. Martin Strauch, Baron Georg von und zu Brenken, Monsignore Georg Austen, Carolin Meyer (v. li. n. re.).
Zu Gast in der Geschäftsstelle des ÖKT: Dr. Martin Strauch, Baron Georg von und zu Brenken, Monsignore Georg Austen, Carolin Meyer (v. li. n. re.).

In der Geschäftsstelle des Ökumenischen Kirchentages trafen der Präsident und der Generalsekretär unter anderem auf die ehemalige Pressereferentin des Bonifatiuswerkes, Carolin Meyer, die mittlerweile für die Pressearbeit des großen Christentreffen in München im nächsten Jahr verantwortlich zeichnet, und auf den Geschäftsführer des ÖKT, Dr. Martin Stauch. "Wir beteiligen uns aktiv am Ökumenischen Kirchentag 2010 und freuen uns auf diese besondere Chance, die Anliegen und Beispiele unserer vielfältigen Arbeit vorzustellen", so der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Austen. Gemeinsam mit dem Martin-Luther-Bund und dem Gustav-Adolf-Werk - den evangelischen Diaspora-Hilfswerken - werde das Bonifatiuswerk auf dem großen Christentreffen seine Arbeit vorstellen. "Gerade in der Diaspora erleben wir immer wieder, wie bedeutsam eine gute ökumenische Zusammenarbeit zwischen allen Christen sich ausnimmt", betonte Monsignore Austen.

Quelle: Bonifatiuswerk.de