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Auf konstantem Niveau: Bonifatiuswerk dankt Spendern für 12,7 Millionen Euro im Jahr 2008

Als ein beachtliches Zeichen der Solidarität bezeichnete Generalsekretär Monsignore Georg Austen das Spendenaufkommen für das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2008. Mit insgesamt 12.733.934,89 Euro unterstützten im vergangenen Jahr die deutschen Katholiken die Gläubigen in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Bonifatiuswerkes für das Jahr 2008 hervor, der am 2. September bei der Sitzung des Generalvorstandes des Diasporahilfswerkes in Paderborn vorgestellt wurde.

Damit hielten sich die Gesamteinnahmen im Vergleich zum Jahr 2007 auf einem relativ konstanten Niveau. Im Vorjahr lagen die Einnahmen mit 13,4 Millionen Euro nur leicht über dem Ergebnis von 2008. „Sehr freut uns, dass sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber mit einem Plus in ihren Spenden besonders solidarisch mit ihren Altersgenossen in der Diaspora zeigen“, betonte Monsignore Austen. Beachtlich seien zudem die hohen Einnahmen aus Vermächtnissen und Schenkungen von knapp 3 Millionen Euro.

Zurück gingen hingegen die Einnahmen bei der traditionellen Kollekte am Diasporasonntag von 2,966 Millionen auf 2,805 Millionen Euro und die Gabe der Erstkommunionkinder von 2,188 Millionen auf 2,104 Millionen Euro. „Die Solidarität der Erstkommunionkinder unter dem Leitspruch ,Mithelfen durch Teilen‘ nimmt nicht ab“, erläuterte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. „Jedoch müssen auch wir hier zur Kenntnis nehmen, dass von Jahr zu Jahr weniger Kinder an der Feier der Erstkommunion teilnehmen.“ Denn gingen im Jahr 2007 noch 253.499 Kinder bundesweit zur Erstkommunion, waren es im Jahr 2008 etwa 245.227. Ebenso nimmt die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher ab. „Jeder Rückgang von Spenden erfüllt uns mit Sorge, da wir dadurch natürlich auch weniger Mittel für dringende Projekte in der Diaspora zur Verfügung haben“, betonte Monsignore Austen.

Mit 6.735.436,40 Euro, das entspricht 52,9 Prozent der Ausgaben, lag der Förderschwerpunkt auch im letzten Jahr auf den Diasporagebieten in Deutschland. Das Bonifatiuswerk unterstützte damit 47 Bauprojekte wie zum Beispiel einen Neubau für die Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg im Bistum Hildesheim oder die Innensanierung der Kirche in Bernau bei Berlin. Über die Diaspora-Kinder- und –Jugendhilfe kam das Geld beispielsweise den Religiösen Kinderwochen, der religiösen Vorschulerziehung oder Projekten wie dem Kinderhospizdienst in Halle an der Saale zugute. Die Diaspora-MIVA, die Verkehrshilfe des Bonifatiuswerkes, konnte 2008 45 Fahrzeuge für die deutsche Diaspora bezuschussen. Unterstützung in Höhe von 1,6 Millionen Euro erhielten 2008 die Katholiken im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz. Rund 600.000 Euro gingen in die Diaspora der baltischen Staaten Estland und Lettland. Knapp 900.000 Euro flossen in die Bildungsarbeit.

Eine genaue Aufschlüsselung der Einnahmen und Ausgaben können SIe hier auf unserer Internetseite unter Werk > Rechenschaft einsehen

In Zukunft möchte sich das Bonifatiuswerk neben der bewährten solidarischen Hilfe wieder stärker auf seine Wurzeln, „Missionsverein in und für Deutschland“ zu sein, besinnen, sagte Generalsekretär Monsignore Georg Austen kurz vor dem 160jährigen Jubiläum des Hilfswerkes. Die starke Nachfrage nach den Arbeitsmaterialien zur Sakramentenpastoral wie die positiven Erfahrungen mit den erst vor kurzem präsentierten Glaubenstaschen seien ermutigende Zeichen dafür. „Wir wollen künftig verstärkt die Evangelisierung auch in jenen Regionen subsidiär unterstützen, in denen Katholiken zahlenmäßig - noch - die Mehrheit bilden. Denn dort ist mittlerweile eine Glaubensdiaspora zu verspüren, in der sich gläubige Katholiken mehr und mehr alleine fühlen.“

Quelle: Bonifatiuswerk.de