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Konstruktive Vorschläge – Arbeitsgruppen formulieren Wünsche an das Bonifatiuswerk

"Zentren und nicht Zentralen sind zu fördern, mehr Projekte und weniger Bauwerke, zudem sind Arbeitshilfen für Beauftragungen gefragt." Wie hier der Arbeitskreis zu den Chancen, die für Kirchengemeinden in den kirchlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen liegen, entwickelten die Teilnehmer des internationalen Symposiums in neun Arbeitskreisen Wünsche und Empfehlungen für die künftige Arbeit des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.

"Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zeigen uns, dass wir als Bonifatiuswerk mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind, um auf die Umbrüche der Zeit und die veränderte Situation von Diaspora zu reagieren", zeigte sich Generalsekretär Monsignore Georg Austen hoch erfreut über die Arbeit der Symposiumsteilnehmer und bedankte sich für die konstruktiven Vorschläge. "Künftig gilt es für uns den begonnenen Weg weiterzugehen und Personen, Orte und Initiativen zu unterstützen, für eine lebendige Kirche, die draußen zeigt, was sie drinnen glaubt."

In neun Arbeitsgruppen wurden gemeinsam Ideen entwickelt
In neun Arbeitsgruppen wurden gemeinsam Ideen entwickelt

Die Arbeitsgruppe zur Kinder- und Jugendseelsorge in der Diaspora wünscht sich vom Bonifatiuswerk ganz praktische Hilfe, wie die Unterstützung der religiösen Kinderwochen, die Förderung des Jugendaustauschs, MIVA-Busse und Logistik und natürlich ausreichend Material zur Katechese und Glaubensvermittlung. Zur Diaspora in der Perspektive älterer Menschen formulierten die Gruppenteilnehmer, dass die Älteren mehr in den Medien des Bonifatiuswerkes berücksichtigt werden, dass ältere Menschen nicht nur als Objekt, sondern auch als Subjekt der Pastoral verstanden werden, dass in einem Forum Altenpastoral im Bonifatiuswerk generationsübergreifend ältere Menschen stärker zu Wort kommen.

Eine Gruppe, die sich mit der Konkurrenzsituation auf dem Markt der Möglichkeiten beschäftigte, forderte vom Bonifatiuswerk mehr Investitionen in Kindergärten und Schulen, in Laboratorien der Glaubensvermittlung und in die Unterstützung der Priesterausbildung sowie die Begleitung der Seelsorger. Welchen Anspruch hat eine missionarische Pastoral an die Medienarbeit und wo kann dabei das Bonifatiuswerk Unterstützung leisten, fragte sich ein weiterer Arbeitskreis. Die Forderungen an das Bonifatiuswerk lauteten hier: Orte der Begegnung und Berührungspunkte schaffen; Kontakte und Vernetzung der Christen in den Diasporagebieten ermöglichen, dabei helfen, dass Christen "sprach- und auskunftsfähig" werden, dass sie Gläubige in der Diaspora bestärken, sie ermutigen und zum Zeugnis befähigen.

Dass diakonische Projekte bedeutende Zeugen des Glaubens sind, stand für den Arbeitskreis "In der Tat mehr als ein Wort" außer Frage. Deshalb wünschten sich die Teilnehmer, dass das Bonifatiuswerk die vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten beibehält, denn diese ermöglichten "Leuchttürme des Glaubens". Außerdem gelte es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser diakonischen Leuchttürme spirituell zu begleiten, also in Personen zu investieren, wie auch in begeisternde Initiativen.

"Das Bonifatiuswerk kann einen Beitrag dazu leisten, den pastoralen Prozess der Annäherung zwischen Neugetauften und der etablierten Kirchengemeinde zu begleiten", formulierte die Gruppe zum Erwachsenenkatechumenat ihre Vorstellung. Oftmals fehle es an Brücken, um sich aufeinander einzulassen. Zudem wünschte sich die Gruppe eine Pilgerfahrt für Neugetaufte, auf der sie gemeinsam den Weg des Christwerdens fortsetzen können.

Quelle: Bonifatiuswerk.de