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Klosterkirche in Trondheim-Tiller geweiht

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat! In einem feierlichen Gottesdienst weihte Bischof Bernt Eidsvig am Samstag die Kirche des neuen Birgittenklosters im norwegischen Trondheim-Tiller. „Das ist ein Haus Gottes und ein Tor zum Himmel“, freute sich der Bischof von Oslo und Apostolische Administrator von Trondheim über den Abschluss des langjährigen Projektes. An der Kirchweihe nahm auch der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen, teil. Das Bonifatiuswerk unterstützte den Bau des Klosters mit 1,15 Millionen Euro, das „Diasporakommissariat der deutschen Bischöfe/Diasporahilfe der Priester“ gab 450.000 Euro hinzu.

Von außen: die Kirche des neuen Birgittenklosters im norwegischen Trondheim-Tiller
Von außen: die Kirche des neuen Birgittenklosters im norwegischen Trondheim-Tiller

Zu Beginn der Zeremonie übergab Architekt Lars Meland die Schlüssel der Klosterkirche an die Generaloberin des Birgittenordens, Tekla Familgietti, die aus Rom angereist war. An der Weihe nahmen zudem der lutherische Bischof von Trondheim, Tor Singsaas, Birgitten aus ganz Skandinavien, Finnland, Estland, Polen und Deutschland sowie Ordensmänner und –frauen aus den umliegenden Trappistenklöster Tautra und Munkeby teil.

Die rund 100 Sitzplätze waren fast bis auf den letzten Platz besetzt.
Die rund 100 Sitzplätze waren fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Bischof Eidsvig salbte den Altar aus weißem norwegischem Marmor und setzte die Reliquien der heiligen Birgitta und der heiligen Elisabeth Hesselblad in den Altar ein. Die helle und freundliche Kirche wurde vorwiegend aus norwegischen Materialien gebaut.
Ein zentrales Fenster, auf dem der heilige Bonifatius zu sehen ist, stammt aus Paderborn. Das Bonifatiuswerk ließ dieses besondere Geschenk eigens auf dem Katholikentag in Osnabrück fertigen.

Hell und freundlich -die Kirche von innen. Das Fenster, auf dem der heilige Bonifatius zu sehen ist, ist ein Geschenk des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Hell und freundlich -die Kirche von innen. Das Fenster, auf dem der heilige Bonifatius zu sehen ist, ist ein Geschenk des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.
Hell und freundlich -die Kirche von innen. Das Fenster, auf dem der heilige Bonifatius zu sehen ist, ist ein Geschenk des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.

Der Generalsekretär des deutschen Diaspora-Hilfswerkes, Monsignore Georg Austen, beglückwünschte die Ordensschwestern zu ihrer neuen Wirkungsstätte. Das Bonifatiusfenster zeigt sehr anschaulich, für was in der heutigen Zeit dringend Klöster gebraucht werden, betonte er. „Das Fenster zeigt nach draußen in die Welt hinein, was wir drinnen, in dieser neuen Kirche, glauben. Klöster sind sichtbare Zeichen gelebten Glaubens in einer mehr und mehr entchristlichten Umwelt.
Monsignore Austen bedankte sich ausdrücklich bei den Spendern und Förderern des Bonifatiuswerkes, die erst die finanzielle Unterstützung des Klosterbaus ermöglichten. Jedoch ließe sich die Hilfe für die Katholiken in der Diaspora Norwegens nicht allein auf die ökonomische Dimension reduzieren, führte er weiter aus. „Vielmehr lernen wir von einander und beten füreinander.“ Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes sagte, es sei besonders ermutigend zu sehen, wie die Kirche in den nordischen Ländern wächst und wie sie es bewältigt, Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen zusammenzuführen. Monsignore Austen überreichte der Priorin des neuen Klosters, Mutter Patrizia, ein Wandkreuz „als Zeichen der Nachfolge“ für ihren Konvent.

Monsignore Austen überreichte der Priorin des neuen Klosters, Mutter Patrizia, ein Wandkreuz für ihren Konvent
Monsignore Austen überreichte der Priorin des neuen Klosters, Mutter Patrizia, ein Wandkreuz für ihren Konvent

Er wünschte den Schwestern aber auch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und dem Bistum, damit die neuen Räume gut genutzt würden. In ökumenischer Hinsicht und für Menschen, die Antworten auf die Fragen des Lebens suchten, sei Tiller ein Ort gelebter Gastfreundschaft.

Monsignore Austen (2.v.l.) mit Priorin Mutter Patrizia (1.v.l.), zwei Birgittenschwestern und Bernt Eidsvig, Bischof von Oslo und Apostolischer Administrator von Trondheim (2.v.r.)
Monsignore Austen (2.v.l.) mit Priorin Mutter Patrizia (1.v.l.), zwei Birgittenschwestern und Bernt Eidsvig, Bischof von Oslo und Apostolischer Administrator von Trondheim (2.v.r.)

Bischof Eidsvig erinnerte daran, dass es Papst Johannes Paul II. persönlich war, der Mutter Tekla ermutigte, ihre Schwestern nach Norwegen zu schicken. Dabei mute klösterliches Leben in Norwegen, in der die Katholiken in einer extremen Minderheitensituation leben, zunächst etwas seltsam an. Jedoch öffneten die Ordensfrauen, seit sie 1998 nach Mittelnorwegen gekommen sind, mit ihrem Gebet und ihrer Arbeit zahlreichen kirchenfernen Menschen aus Norwegen eine Tür zum Himmel. Er ermunterte die Schwestern, in dieser Weise weiter zu machen: „Sie werden auf viele Menschen treffen, die sagen, sie können nicht an Gott glauben. Sagen Sie ihnen, dass Gott an sie glaubt.“

Sehen Sie weitere Bilder von der Einweihung hier in der Fotogalerie

Quelle: Bonifatiuswerk.de