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Zirkustaufe

Zeremonie im Zirkus: Kind getauft und Erstkommunion gespendet

Grevenbrück. (nik) Normalerweise balancieren Artisten ein quer über die Manege gespanntes Seil entlang, und Clowns bringen die in den Zuschauerrängen sitzenden Besucher zum Lachen. Nicht so gestern morgen: Im Zelt des Zirkus "Trumpf", der zur Zeit im

Grevenbrücker Industriegebiet gastiert, sitzen keine fremden Zuschauer.
Diesmal ist die Familie Trumpf-Bichelmaier selbst Besucher. Besucher des Gottesdienstes, bei dem die 15jährige Sina und die 13jährige Joana Trumpf die Erstkommunion empfangen und ihr Cousin Justin-Michael getauft wird. Die Familie sitzt auf weißen Plastikstühlen in der Manege, und vorne dient ein orange-blauer Tisch als Altar. Darauf stehen ein kleines Taufbecken, Blumen und Kerzen. Pastor Georg Austen aus Paderborn hält den Gottesdienst, er kennt die Familie seit einigen Jahren. Seinen Organisten hat er gleich mitgebracht: Student Karl Norkwest begleitet den Gesang der Versammelten mit dem Keyboard. Auch der Grevenbrücker Gemeindepfarrer Heinrich Schmidt ist vorbeigekommen.
"Hier spielt sich euer Leben ab", sagt Pastor Austen: "Dann können wir hier auch Gottesdienst feiern." Sina und Joana haben in verschiedenen Gemeinden Kommunionunterricht bekommen, der per Stempel bestätigt wurde, und Videokassetten haben ihnen zusätzliche Hilfe geboten.
Erstkommunion und Taufe sind aber nicht alles, was an diesem Tag gefeiert wird: Die Großmutter vollendet ihr 66. Lebensjahr. Georg Austen überreicht ihr ein Kreuz vom Papst. Nach dem Gottesdienst will die Familie feiern. Die Verwandten, die in Deutschland mit ihren Zirkus-Unternehmen unterwegs sind, kommen auch. Kurze Momente der Geselligkeit indes: Schon am Nachmittag findet die nächste Vorstellung statt.