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Bonifatiuswerk beim Treffen für die Neuevangelisierung in Rom

"Wir müssen unsere Verantwortung als Getaufte endlich ernst nehmen"
Unter dem Leitwort "Neue Evangelisatoren für eine neue Evangelisierung" nahmen Vertreter des Bonifatiuswerkes an einem Treffen unter Vorsitz von S.E. Erzbischof Rino Fisichella vom 15. bis zum 16. Oktober in Rom teil. Neben Generalsekretaer Monsignore Georg Austen vertraten Freifrau Carolin von Ketteler vom Generalvorstand und der Leiter des Bereichs Missionarische und diakonische Pastoral, Matthias Micheel, das vor über 160 Jahren als "Missionsverein für Deutschland" gegründete Diaspora-Hilfswerk bei dem internationalen Treffen.

Der Hl. Vater, Papst Benedikt XVI., hatte den Wunsch geäussert, die kirchlichen Werke, Gemeinschaften und Initiativen kennenzulernen, die bereits auf dem Gebiet der Neuevangelisierung tätig sind.

Das Bonifatiuswerk war vom Rat für die Neuevangelisierung eingeladen worden, bei dieser wichtigen Begegnung des Gebets, der Reflexion und des Festes, "die uns im Dienst für den Herrn und seine Kirche bestärken wird", vertreten zu sein.

Am Vormittag des 15. Oktober fand in der Synodalaula der Vatikanstadt zunächst ein Treffen mit den Verantwortlichen der Neuevangelisierungsgruppen statt. Neben dem Bonifatiuswerk nahmen etwa etwa 115 verschiedenen Gruppen und geistliche Gemeinschaften sowie Vertreter der nationalen Bischofskonferenzen weltweit teil.

Von der Begegnung erhofften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen neuen Impuls für die Weltkirche, insbesondere die "Kirche der alten Traditionen in der westlichen Welt", die zunehmend von der Säkularisierung und Glaubensgleichgültigkeit betroffen seien. In diesem Zusammenhang hat der Hl. Vater, Benedikt XVI., einen neuen missionarischen Eifer aller getauften und gefirmten Christen gefordert. Dabei sei gerade das einfache personale Zeugnis des gelebten Glaubens von zentraler Bedeutung.

Monsignore Austen im Gespräch mit Erzbischof Zollitsch
Monsignore Austen im Gespräch mit Erzbischof Zollitsch

Monsignore Austen betonte im Anschluss an das Treffen: "Es war mir sehr wichtig, dass die gemeinsame Verantwortung aller Getauften herausgestellt wurde. Das Treffen war ein bewegender Aufruf zum persönlichen Zeugnis. Die Evangelisierung Europas ist ein zentrales Anliegen auch unseres Werkes, das auf eine 160-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der (Neu)Missionierung zurück blicken kann. Dabei ist es für uns zentral, besonders die Menschen in den Blick zu nehmen, die in der Vereinzelung einer säkularen Welt leben müssen. Es geht uns um Menschen, die in Gebieten leben, wo inzwischen die Christen insgesamt in einer zahlenmässigen Minderheit sind. Denn gerade hier kommt es auf das gemeinsame Glaubenszeugnis der Christen an." Ebenso unterstrich Austen die Bedeutung des diakonischen Handelns für ein evangelisierendes Wirken in Europa, neben der zentralen Bededutung von Liturgie und Glaubensbildung.

Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der ebenfalls am Treffen teilnahm, zeigte sich von der Vielfalt der vorgestellten missionarischen Initiativen beeindruckt und schätzte zugleich das bereits vorhandene vielfältige Engagement der verschiedenen Initatiativen in Deutschland wert.

Erzbischof Fisichella brachte gegenüber Monsignore Austen seine große Freude über das gelungene Treffen zum Ausdruck: "Ich erhoffe mir auch für das Bonifatiuswerk und seine Arbeit fruchtbare Impulse für die Neuevangelisierung. Denn die Kirche muss sich den Herausforderungen der Welt immer wieder neu stellen."

Augustinerchorherr Nicolaus Buhlmann, Mitarbeiter Fisichellas im Rat zur Förderung der Neuevangelisierung, wies zudem darauf hin: "Wir fangen ja nicht beim Nullpunkt an. Ich wünsche mir für die Kirche in Nord- und Westeuropa einen gestärkten missionarischen Elan."
Carolin von Ketteler zeigte sich insbesondere über die Wertschätzung der Familie als zentralen Ort der Evangelisierung erfreut: "Die Betonung der Familie als Instanz frühester Evangelisierung wurde mehr als einmal herausgestellt. Dafür bin ich den Verantwortlichen sehr dankbar." Am Nachmittag begegneten die Träger der Neuevangelisierung u.a. Papst Benedikt XVI.

"Die Begegnung mit dem Heiligen Vater im Rahmen dieses Kongresses hat uns alle sehr bewegt", zeigte sich auch Matthias Micheel beeindruckt von dem Treffen und den mutmachenden Worten des Hl. Vaters zur Neuevangelisierung.

Am 16. Oktober schließlich findet unter Vorsitz des Papstes zum Abschluss des Treffens eine Hl. Messe fuer die Neuevangelisierung im Petersdom statt.

Quelle: Bonifatiuswerk.de