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Im Radio Vatikan-Blog: Interview mit Monsignore Georg Austen zum Thema Neuevangelisierung

Am Wochenende wird in Rom ein großes Treffen zur Neuevangelisierung stattfinden, 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich angesagt. Im Vorfeld dazu führte Pater Bernd Hagenkord SJ zu der Frage "Neuevangelisierung – Wie geht das? Was ist das?" ein Interview mit Dr. Hubertus Schönemann, der die Arbeitsstelle der deutschen Kirche für „missionarische Seelsorge“ in Erfurt (KAMP) leitet, und Monsignore Georg Austen, dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Veröffentlicht hat er dieses Interview nun auf den Seiten von Radio Vatikan in seinem Blog unter http://blog.radiovatikan.de/neuevangelisierung-wie-geht-das-was-ist-das/ .

Die Wahl der Interviewpartner ist dabei kein Zufall. Denn, so Hagenkord über Austen und Schönemann, "beide befassen sich mit Verkündigung, beide mit den Bedingungen der modernen und zunehmend nicht-christlichen Welt". In seiner Eigenschaft als Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken nimmt Monsignore Austen zudem an der Vorbereitung und Durchführung des Projektes „Neue Evangelisatoren für eine neue Evangelisierung“ beim Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung teil. Aufgabengemäß geht es inhaltlich um die erneuerte Evangelisierung gerade auch in den vom Bonifatiuswerk geförderten Ländern und Regionen (nord- und ostdeutsche Diaspora, Lettland, Estland, Nordeuropa). Hier ist der christliche Glaube schon sehr lange beheimatet, hat aber durch die fortschreitende Säkularisierung an Bedeutung und Bindekraft verloren.

hubertus-schoenemann Austen Hagenkord
Im Interview: Dr. Hubertus Schönemann (links, Foto: www.kamp-erfurt.de) und Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (Mitte). Der Blogger: Pater Bernd Hagenkord SJ, ist seit 1992 Mitglied im Jesuitenorden und seit 2009 Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan (rechts, Foto: blog.radiovatikan.de).

Bei einem ersten Treffen mit Erzbischof Fisichella, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates, unterstrich Monsignore Georg Austen die langjährige Erfahrung des Bonifatiuswerkes in der Neuevangelisierung. Vor allem die Situation in den ostdeutschen Bundesländern, wo teilweise über 80 Prozent der Bevölkerung nicht getauft sind, sei bei der täglichen Arbeit des Bonifatiuswerkes stets sehr präsent. Die Entkirchlichung sei so weit fortgeschritten, dass in vielen Gegenden Deutschlands nicht mehr von einer konfessionellen, sondern bereits generell von einer christlichen Diaspora zu sprechen sei.

Der neue Päpstliche Rat für die Neuevangelisierung solle der Vernetzung von missionarischen Initiativen in der westlichen Welt dienen, unterstrich Fisichella gegenüber Monsignore Austen. Das sei, so Austen, auch ein besonderes Anliegen des Bonifatiuswerkes, das vor über 160 Jahren als „Missionsverein für Deutschland“ gegründet wurde. Diesen Anspruch mache das Werk durch die inhaltliche Schwerpunktsetzung im Bereich missionarischer Pastoral und Neuevangelisierung seit Jahren deutlich.

Quelle: Bonifatiuswerk.de