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Neue Kathedrale für Trondheim - Bonifatiuswerk und Nordische Bischofskonferenz stellen neues Projekt vor

Die Prälatur Trondheim plant den Neubau ihrer katholischen Kathedralkirche. Das gab heute Bischof Bernt Eidsvig in der Zentrale des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken in Paderborn bekannt. „Der bautechnische Zustand der alten Kirche ist untragbar und nicht renovierungsfähig, gleichzeitig ist die alte Kirche für die wachsende Gemeinde in Trondheim zu klein, so haben wir uns für den Neubau entschieden“, sagte der Apostolische Administrator von Trondheim auf der Pressekonferenz zur Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz. Die Bischöfe aus Norwegen, Schweden, Island, Finnland und Dänemark tagen bis Mittwoch auf Einladung des Bonifatiuswerkes und Erzbischof Hans-Josef Beckers in Paderborn.

Die neue Kirche soll am alten Standort des alten Gotteshauses entstehen, der sich gegenüber dem norwegischen Nationalheiligtum, dem Nidaros-Dom, befindet. „Wir sind uns der Bedeutung dieses Standortes bewusst und wollen dem besondere Rechnung tragen“, betonte Bischof Eidsvig. Er wünscht sich, dass die Kirche bis zum 1.000-jährigen Gedenken der Taufe des heiligen Olavs 2014 fertig gestellt ist. Bei den Kosten wird von rund 9,5 Millionen Euro ausgegangen.

Die Nordische Bischofskonferenz tagt in diesen Tagen in Paderborn: (v. li.) Bischof Czeslaw Kozon (Kopenhagen), Bischof Teemu Sippo (Helsinki), Bischof Peter Bürcher (Reykjavik), Schwester Anna Mirijam Kaschner cps (Sekretärin der Nordischen Bischofskonferenz), Georg Freiherr von und zu Brenken (Präsident des Bonifatiuswerkes), Bischof Anders Arborelius (Stockholm),  Altbischof Gerhard Schwenzer (ehemals Oslo), Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken), Bischof Berislav Grgiç (Tromsø), Bischof Bernt Eidsvig (Oslo).   Foto: Bonifatiuswerk
Die Nordische Bischofskonferenz tagt in diesen Tagen in Paderborn: (v. li.) Bischof Czeslaw Kozon (Kopenhagen), Bischof Teemu Sippo (Helsinki), Bischof Peter Bürcher (Reykjavik), Schwester Anna Mirijam Kaschner cps (Sekretärin der Nordischen Bischofskonferenz), Georg Freiherr von und zu Brenken (Präsident des Bonifatiuswerkes), Bischof Anders Arborelius (Stockholm), Altbischof Gerhard Schwenzer (ehemals Oslo), Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken), Bischof Berislav Grgiç (Tromsø), Bischof Bernt Eidsvig (Oslo). Foto: Bonifatiuswerk

„Die Prälatur Trondheim mit rund 9.300 Katholiken kann den Bau ihrer Kathedrale nicht alleine stemmen. Sie brauchen die Hilfe aus Deutschland“, unterstrich der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, und sagte die Unterstützung des Projektes durch das Bonifatiuswerk zu. Die Katholiken in Norwegen leben in einer extremen Minderheiten Situation. 1,3 Prozent der Bevölkerung sind im Bereich Trondheim katholisch, sie leben in der Diaspora.

Ihren besonderen Dank an die Spenderinnen und Spender des Bonifatiuswerkes sprachen die nordischen Bischöfe in Paderborn aus. „Vieles, was für die Kirche in unseren Ländern existentiell notwendig ist, wäre nicht möglich, hätten wir die segensreiche Hilfe aus Deutschland nicht“, betonte der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz und Stockholmer Bischof, Anders Arborelius auf der Pressekonferenz. Die kleinen Diaspora-Kirchen, der Katholikenanteil in den nordeuropäischen Ländern liegt zwischen 0,2 und 3 Prozent, verfügen über nur sehr begrenzte eigene Mittel. Der Bau und die Instandhaltung von Kirchen, Gottesdienststätten und Gemeindehäusern, können nur zum geringen Maße selbst geschultert werden, ebenso die Aufwendungen für die Glaubensweitergabe an Kinder und Jugendliche in den großen Flächenländern. Allein im Jahr 2010 reichte das Bonifatiuswerk deshalb 2,1 Millionen Euro an die Katholiken in Nordeuropa weiter. 13 Bauprojekte sowie Projekte der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt damit das deutsche Diaspora-Hilfswerk.

„Die Kirche in Nordeuropa steht gerade heute vor besonderen Herausforderungen“, unterstrich Monsignore Austen. „Anders als in Deutschland oder Westeuropa ist die Kirche in den Ländern des Nordens im Wachstum begriffen.“ Gerade in dieser Situation könnten neue Aufbrüche in der Diaspora-Kirche beobachtet werden, so der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Um die Chance jungen Menschen zu ermöglichen, von den Aufbrüchen in der katholischen Diaspora zu lernen, baue das Bonifatiuswerk zurzeit ein Angebot für Praktikanten und Stipendiaten in Nordeuropa aus.

Bedeutende Projekte des Bonifatiuswerkes in Nordeuropa sind außerdem der Bau einer Kirche mit Gemeindezentrum in Södertälje, wohin weit mehr als 5.000 katholisch-chaldäische Christen aus dem Irak geflüchtet sind; das Newman-Institut in Uppsala, das im letzten Jahr als erste katholische Hochschule in Skandinavien nach der Reformation vom Staat anerkannt wurde; der Bau von kontemplativen Klöstern in Trondheim-Tiller, Tautra und Munkeby.

Für den Bau der Kathedrale in Trondheim richtete das Bonifatiuswerk ein eigenes Spendenkonto ein:
Konto: 10000112
Bankleitzahl 47260307
IBAN DE 13472603070010000112
BIC GENODEM 1BKC
Bank für Kirche und Caritas
Empfänger: Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Verwendungszweck: Kathedrale Trondheim

Quelle: Bonifatiuswerk.de