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Bonifatiuswerk dankt Spendern für rund 13,7 Millionen Euro

Wertvolles Zeichen für die Verbundenheit im Glauben
Insgesamt 13.686.169,39 Euro sammelte das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2010 für die Belange in der Diaspora. Dieses Ergebnis aus Spenden, Kollekten, Erträgen und Vermächtnissen nahm der Generalvorstand des Diaspora-Hilfswerkes mit einem Dank an die Spenderinnen und Spender heute in Paderborn entgegen. Positiv bewertet das zwölfköpfige Gremium, dass trotz immer kleiner werdender Jahrgänge die Kollekten zur Erstkommunion und Firmung nahezu stabil blieben.

„Die Solidarität der Kinder und Jugendlichen mit ihren Altersgenossen in der Diaspora ist ungebrochen. Das ist ein wertvolles Zeichen für den Glauben in Deutschland“, betont der Präsident des Bonifatiuswerkes, Georg Freiherr von und zu Brenken. Die Erstkommunionkinder spendeten im Jahr 2010 1,96 Millionen Euro, die Firmlinge gaben rund 786.000. Somit betrug die Kollekteneinnahme ebenso wie im Jahr zuvor rund 2,7 Millionen Euro, wohingegen die Zahl der Erstkommunionkinder und Firmlinge um mehr als drei Prozent sank.

Einen Rückgang der Diaspora-Kollekte um gut 13 Prozent auf 2,5 Millionen Euro erklärt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, unter anderem mit den strukturellen Veränderungen in der katholischen Kirche in Deutschland. Der Gottesdienstbesuch gehe in den neuen großen pastoralen Räumen überproportional zurück. „Das macht sich in einer bundesweiten Kollekte bemerkbar und bereitet uns Sorgen“, analysiert Monsignore Austen.

Die Spendeneinnahmen des Bonifatiuswerkes lagen im Jahr 2010 bei 3,6 Millionen Euro. Der darin enthaltene Betrag der zweckgebundenen Spenden stieg weiter an. Im Bereich „Vermächtnisse/Schenkungen/Erträge“ konnte das Diaspora-Hilfswerk 3,7 Millionen Euro erwirtschaften.

Bei der Vergabe der Mittel berücksichtigte das Bonifatiuswerk in 2010 insbesondere die nordischen Diözesen. An die katholische Kirche in Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island konnte das Bonifatiuswerk mit 2,1 Millionen Euro rund 380.000 Euro mehr weiterreichen als noch 2009. Die Hilfe für die Diaspora-Regionen in Deutschland betrug rund sechs Millionen Euro. Nach Estland und Lettland gingen rund 529.000 Euro. In die religiöse Bildungsarbeit flossen eine Million Euro.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen, die in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben, in Nord- und Ostdeutschland, Nordeuropa sowie in Estland und Lettland. Es leistet Bauhilfe, unterstützt die Kinder- und Jugendarbeit mit der Diaspora-Kinder- und -Jugendhilfe, leistet Mobilitätshilfe mit den rapsgelben BONI-Bussen und unterstützt verstärkt Personalstellen für neue Ansätze einer missionarischen Pastoral. Die Diaspora-Aktion 2011 steht unter dem Motto „Keiner soll alleine glauben“. Am Diaspora-Sonntag, am 20. November, sammeln die Katholiken deutschlandweit für die Belange der Diaspora-Katholiken.

Quelle: Bonifatiuswerk.de