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Proteste beenden „SPAR“-Werbung auf Kosten der Kirche

Die „Spar-Kette“ der Edeka-Gruppe hat ihre Werbe-Kampagne „Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!“ nach eigenen Angaben gestoppt. Es sei keineswegs die Absicht gewesen, die Gefühle einzelner Menschen, „insbesondere gläubiger Christen oder Mütter“ zu verletzen, so das Unternehmen gegenüber der Internetplattform katholisch.de am Freitag. Deshalb werde das Unternehmen die verbleibenden Plakate kurzfristig wieder abnehmen lassen.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bezeichnete den Werbeslogan und die Darstellung mit einer alten Frau mit Buckel auf dem Weg zur Kirche als Frauen-diskriminierend. Die Werbung ziehe den Kirchenbesuch und Millionen Christen, die sich sonntags bewusst auf den Weg zum Gottesdienst machten, ins Lächerliche, so Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen. Der Sonntag sei zudem als Tag der Familie, Besinnung und Arbeitsruhe zu schützen und dem maßlosen Konsumdenken zu entziehen.

Gegen die Werbung formierten sich auch Proteste auf mehreren Internetplattformen. Es sei sexuell,religiös, gendermäßig und das Alter diskriminierend“ heißt es in einer Protest-Gruppe im sozialen Netzwerk „facebook“. Mit dem Motto „SHELL? das SPAR ich mir!“ rufen die rund 500 Mitglieder der Gruppe zum Boykott gegen die an SHELL-Tankstellen angebundenen Filialen auf. Nach Meinung der Gruppen-Gründerin Monika Metternich ist die Werbung eine eindeutige Provokation der Religiosität. „Ob man am Sonntag einkauft oder nicht - Gottesdienst gehört für uns dazu. Und da lassen wir uns nicht als finstere Mutti bezeichnen“, sagte Metternich am Donnerstag im Interview mit dem Internetportal katholisch.de.


Gegen die Werbung formierten sich auch Proteste auf mehreren Internetplattformen
Gegen die Werbung formierten sich auch Proteste auf mehreren Internetplattformen, zum Beispiel unter http://www.facebook.com/pages/Wenn-die-Mutter-in-die-Kirche-geht-geh-ich-mit-und-nicht-zu-SHELL/103627436399775 , wo es heißt: "Wenn Mutti in die Kirche geht, geh ch mit!"

Gegen das Plakat ist auch Beschwerde beim deutschen Werberat eingegangen. Dieser hat das Unternehmen zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Quelle: Bonifatiuswerk.de