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Der Generalsekretär tanzt

1500 Gäste beim 70. Geburtstag von Freiherr von und zu Brenken und 25. Priesterjubiläum von Georg Austen

B r e n k e n / K reis Pade r b o r n (WV). »Wir sind beide Brenkener, der eine von Brenken und der andere ausBrenken.« Etwas salopp umschrieb Georg Austen am Samstagabend, warum er, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, und Freiherr von und zu Brenken, Präsident des Bonifatiuswerkes, gemeinsam ein großes Fest feiern - im großen Zirkuszelt mit vielen internationalen Gästen.

Einer der Höhepunkte des Festaktes am Samstagabend im Trumpf-Zirkuszelt war der Tanz von Monsignore Georg Austen mit Maite Kelly, die
gerade die RTL-Tanzshow »Let's Dance« gewonnen hat. Die Musik dazu machte Bruder Paddy Kelly. Fotos: Hans Büttner
Einer der Höhepunkte des Festaktes am Samstagabend im Trumpf-Zirkuszelt war der Tanz von Monsignore Georg Austen mit Maite Kelly, die gerade die RTL-Tanzshow »Let's Dance« gewonnen hat. Die Musik dazu machte Bruder Paddy Kelly. Fotos: Hans Büttner

Der Anlass war aber nicht allein die gemeinsame Verbundenheit mit dem Ort oder der gleiche Vorname, sondern vielmehr der 70. Geburtstag des Freiherrn von und zu Brenken und das 25. Priesterjubiläum von Monsignore Georg Austen. Ein großes Zirkuszelt, aufgebaut vor der prächtigen Kulisse von Schloss Erpernburg, war Hauptveranstaltungsort des zweitägigen Festes, zu dem an die 1500 Menschen aus allen Teilen der Welt kamen. Allein an der Eucharistiefeier in der Brenkener St.-Kilian- Pfarrkirche am Sonntag, in der Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück) die Festpredigt hielt und die aufgrund der Überfüllung der Kirche auch ins Pfarrheim übertragen wurde, kamen mehr als 1000 Menschen.

Georg Austen
Die Brenkener Jubilare feierten mit der Bevölkerung (von links): Freiherr von und zu Brenken den 70. Geburtstag und Monsignore Georg Austen sein Priesterjubiläum. Im Bild die Gastgeber mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode und Freifrau Rosalie von und zu Brenken. Der zweitägige Festakt war auch die Geburtsstunde der neuen Georg-Austen-Stiftung. Sie soll Kindern und Jugendlichen in der Diaspora helfen.

In seiner Predigt machte Bischof Bode deutlich, dass die Kirche den Raum dafür schaffen müsse, damit Menschen im Glauben zueinander finden. Pastor Georg Austen, der vier Jahre sein Vikar war, bezeichnete der Bischof als einen Menschen, dem es stets gelinge, Menschen dazu zu bringen, das sie entweder einen Posten annehmen, eine Spende oder gar ihr Testament übergeben. »Seit ich ihn kenne, hat sich Pastor Georg in all seinem Tun immer für den Glauben eingesetzt«, sagte Bischof Dr. Franz-Josef Bode. War der Sonntag geprägt von Begegnungen, gemeinsamen Gesprächen, einem frohen Miteinander und einen gelungenen Rahmenprogramm, wobei den Brenkenern eine besonders Wort des Dankes für ihre Unterstützung zukam, stand am Samstagabend Monsignore Georg Austen als Mensch, als Freund, als Macher und als Diener Gottes im Mittelpunkt. »Zeig draußen, was du drinnen glaubst!«, lautet das Motto der gesamten Veranstaltung, und die war am Samstag geprägt von Erlebnisschilderungen, Erinnerungen an besondere Geschichten und Ereignissen, Talks mit illustren Gästen, Musik und Kabarett.

Zu den internationalen Gratulanten gehören (von links): Paddy Kelly, Pater Paulus Maria Tautz, New York/Irland, Friedenspreisträgerin Nabila Espanioli, Bischof Ignatius Chama aus Mpika/Sambia, Monsignore Georg Austen, Maite Kelly und Bischof Teemu Sippo aus Finnland.
Zu den internationalen Gratulanten gehören (von links): Paddy Kelly, Pater Paulus Maria Tautz, New York/Irland, Friedenspreisträgerin Nabila Espanioli, Bischof Ignatius Chama aus Mpika/Sambia, Monsignore Georg Austen, Maite Kelly und Bischof Teemu Sippo aus Finnland.

Zu den Gästen gehörten neben hohen kirchlichen Würdenträgern, Familie, Freunde und viele Wegbegleiter von Pastor Georg Austen. Unter ihnen auch Paddy und Maite Kelly, die Aachener Friedenspreisträgerin Nabila Espanioli, die Musiker der Bronx Brothers aus New York, Paderborns Kabarettist Erwin Grosche und auch Bischof Ignatius Chama aus Mpika in Sambia. Der Auftakt zu einer Zeitreise durch die 25-jährige Priesterzeit begann in einem auf der Bühne nachgestellten Eisenbahnabteil der Almetalbahn aus dem Jahr 1958. An insgesamt vier Stationen, die sinnbildlich das Schaffen von Pastor Georg Austen dokumentierten, wurde Halt gemacht und Moderator Peter Gödde bat Menschen, die den Lebensabschnitt mitgeprägt haben, zu Pastor Austen ins Talk- Abteil der Eisenbahn zu steigen. Während in der ersten Station die Arbeit der Landjugendbewegung, deren Diözesanseelsorger Georg Austen war, zur Sprache kam und hier Nabila Espanioli vom Frauenzentrum Al Tufula in Nazareth dazu aufrief, bei Besuchen in Israel nicht nur die Steine zu besichtigen, sondern Kontakte zu den Menschen zu suchen, war in der zweiten Station das Sambia- Projekt Thema. Auch dort war Pastor Georg Austen maßgeblicher Initiator zur Unterstützung durch zahlreiche Projekte für die Menschen in dem zentralafrikanischen Land. Nächster Halt der Zeitreise war die Station Weltjugendtag 2005 in Köln, wo Pastor Georg Austen als Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz tätig war. Kontakte knüpfen gehört nach wie vor zu den Stärken von Pastor Austen. Und dieses gelang ihn beim Weltjugendtag auch, als er Fußballstar Pelé mit Papst Benedikt zusammenführte. Die letzte Station der Zeitreise war dann das Bonifatiuswer, welches mit Spendengeldern unzählige Projekte auf der ganzen Welt fördert und die in Monsignore Austen und dem Freiherrn von und zu Brenken nach Aussagen von Bischof Dr. Franz- Josef Bode »ganz starke Persönlichkeiten in der Leitungsebene« besitzen. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Freiherr von und zu Brenken auch für die großzügigen Spenden und Unterstützungen für die Bonfatiusarbeit und Monsignore Georg Austen freute sich darüber, dass durch die gemeinsame Feier auch neue Kontakte und Netzwerke entstanden sind, die Menschen im Glauben miteinander verbinden und somit soziale Hilfe weltweit auch in Zukunft weiter möglich sind. Da beide Jubilare auf Geschenke verzichteten und auch alle Festkosten von ihnen privat bezahlt wurden, war eine neue Stiftung unter dem Dach der Bonifatius- Stiftung geschaffen worden – die Georg-Austen-Stiftung Solidarität. Die daraus erzielten Beträge helfen langfristig benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Diaspora:
Bank für Kirche und Caritas Paderborn, Spendenkonto 17070400, BLZ 472 603 07
Zahlungsempfänger: Bonifatius Stiftung, Stichwort: Solidarität.

Quelle: Thomas Keuter