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Bonifatiuswerk eröffnet Diaspora-Aktion 2011 in Trier

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Trierer Dom hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken heute die Diaspora-Aktion 2011 eröffnet. Bischof Dr. Stephan Ackermann griff in seiner Predigt das Motto der diesjährigen Diaspora-Aktion „Keiner soll alleine glauben. Ermutigen. Erzählen. Erleben“ auf. „Es gilt auch: Keiner kann alleine glauben. Es braucht die Gemeinschaft, der Glaubenden, die stärkt und stützt“, sagte der Bischof. Höhepunkt der Diaspora-Aktion 2011 ist der Diaspora-Sonntag am 20. November. An diesem Tag wird in den katholischen Gottesdiensten in ganz Deutschland für die Belange der Katholiken gesammelt, die in Nord- und Ostdeutschland, in Nordeuropa und im Baltikum in einer extremen Minderheitensituation leben.

Eröffnung der Diaspora-Aktion 2011 in Trier: (v. l.) Georg Freiherr von und zu Brenken, Präsident des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Bischof Stephan Ackermann, Malu Dreyer, Sozialministerin von Rheinland-Pfalz, Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.   Foto: Bonifatiuswerk
Eröffnung der Diaspora-Aktion 2011 in Trier: (v. l.) Georg Freiherr von und zu Brenken, Präsident des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Bischof Stephan Ackermann, Malu Dreyer, Sozialministerin von Rheinland-Pfalz, Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Foto: Bonifatiuswerk

Bischof Ackermann machte in seiner Predigt deutlich, dass es heute auch in Gebieten, in denen die Katholiken zahlenmäßig noch in der Mehrheit seien, oft ein Gefühl der Fremde und mangelnde Beheimatung gebe: „Es gibt eine emotionale Diaspora des Glaubens.“ Gerade angesichts solcher Entwicklungen könnten die Christen in klassischen Diaspora-Gebieten Vorbild sein für neue Wege, um den Glauben lebendig zu halten. Sie würden die Botschaft weitergeben: „Habt Mut!“. „Die Diaspora-Aktion ist keine Einbahnstraße, sondern ein Instrument wechselseitiger Solidarität“, sagte der Bischof.

In ihrem Festvortrag betonte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer: „Es gab und es gibt sie heute wieder: die Sehnsucht nach dem Glauben, nach spiritueller Sicherheit, nach existentieller Verortung - und nach den Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg dorthin. Wir Menschen brauchen einander, nicht nur im Sinne einer tätigen Caritas, sondern vor allem auch in einem spirituellen Sinn."

„Ohne Gemeinschaft lässt sich der Glaube nicht weitertragen, weder in die kommende Generation, noch zu den Mitmenschen. Das erfahren besonders die katholischen Christen, die in der Diaspora ihren Glauben leben“, sagte Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, in Trier. Das Hilfswerk investiere immer stärker in Menschen, die dafür Sorge tragen, dass keiner alleine glauben muss. „Keiner soll ohne die gute Nachricht des Evangeliums leben müssen, auch in Regionen in Deutschland, wo die große Mehrheit keiner christlichen Kirche mehr angehört“, betonte Monsignore Austen. Das Bonifatiuswerk unterstütze deshalb Initiativen, die nach neuen Wegen der Evangelisation suchen, auch gegenüber jenen, die Christus noch nicht kennen.

Der Präsident des Bonifatiuswerkes, Georg Freiherr von und zu Brenken, appellierte an die Katholiken in Deutschland, sich mit ihren Glaubensgeschwistern in der Diaspora Nord- und Ostdeutschlands, Nordeuropas und des Baltikums solidarisch zu zeigen. „Katholiken, die als eine Minderheit ihren glauben leben, brauchen die Unterstützung durch das Bonifatiuswerk, um Seelsorge zu organisieren und den Glauben in Gemeinschaft praktizieren zu können“, sagte Baron von und zu Brenken in Trier.

Mit den Spendengeldern der Diaspora-Aktion unterstützt das Bonifatiuswerk Orte kirchlichen Lebens, pastorale Initiativen, die Anschaffung von Fahrzeugen und Projekte der Glaubensweitergabe für Kinder- und Jugendliche.

Quelle: Bonifatiuswerk