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„Bischof Genn weiht Sankt Marien in Schillig
Ein Ort für "das Mehr" am Meer

In einem feierlichen Gottesdienst hat Bischof Felix Genn heute die neue St.-Marien-Kirche an der Nordsseeküste in Schillig geweiht. Damit verfügt die Filialgemeinde in der nördlichsten Festlandgemeinde des Bistums wieder über ein eigenes Gotteshaus. Beim Vorgängerbau waren 2008 schwere Baumängel festgestellt worden - er wurde deshalb im März 2010 abgerissen. Seitdem wurde an der neuen Kirche gebaut. Das Bonifatiuswerk hat den Neubau der Kirche im Bistum Münster mit einer Bauhilfe von 70.000 Euro unterstützt.

Die neue St.-Marien-Kirche (Fotos: Michael Bönte)
Die neue St.-Marien-Kirche (Fotos: Michael Bönte)

Die neue St.-Marien-Kirche (Fotos: Michael Bönte)

In seiner Festpredigt hob Bischof Genn hervor, dass in dieser Kirche Menschen einen Ort finden könnten, die im Urlaub an der Küste, am Meer, vielleicht auf der Suche seien nach "dem Mehr" in ihrem Leben, nach der unerfüllten Sehnsucht in ihren Herzen. Vielleicht seien manche in ihren Sorgen und in ihrem Leid "überflutet" und wüssten nicht mehr ein noch aus. Bei anderen herrsche vielleicht "Ebbe" im Leben; sie wüssten vielleicht nicht mehr, wohin es mit ihnen gehen solle.
All diesen Menschen biete die Kirche mit der neuen Marienkirche einen Raum der Ruhe und der Begegnung, "weil wir das als Christinnen und Christen wollen und möchten." Die Kirche sei mithin errichtet in der "Sendung des Herrn", sagte Genn. Die Menschen sollten spüren: "Gott denkt an mich."

Der feierliche Gottesdienst zur EInweihung mit Bischof Felix Genn. (Foto: Michael Bönte)
Der feierliche Gottesdienst zur EInweihung mit Bischof Felix Genn. (Foto: Michael Bönte)

Bischof Genn weihte die neue Kirche. (Foto: Michael Bönte)
Bischof Genn weihte die neue Kirche. (Foto: Michael Bönte)

Das geschehe aber nicht einfach durch einen Gottesdienstraum, sagte Genn weiter. Er sei vielmehr sehr dankbar, dass sich in Schillig und auch auf der zum Bistum gehörenden Insel Wangerooge immer wieder Christen zur Verfügung stellten für Menschen, die dort Urlaub machten. So könne man sie einladen zu schauen, was eigentlich "das Mehr" sei, was sie suchten, wenn sie am Meer spazieren gingen.

Den Neubau einer Kirche nannte Bischof Genn eine »Innovation« in einer Zeit, in der im Bistum reihenweise entweiht und auch abgerissen würden. Gerade deshalb sei die Weihe der neuen Kirche in Schillig nicht nur ein Tag der Freude für alle Menschen, die dort in der Urlauberseelsorger arbeiteten, sondern »ein Tag der Freude für die ganze Kirche von Münster«.

Bischof Genn weihte die neue Kirche. (Foto: Michael Bönte) Unter den Gästen zur Einweihung: Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (links), der ein Grußwort verlas, und Georg Freiherr von und zu Brenken, der Präsident des Generalvorstands des Bonifatiuswerks. (Fotos: Michael Bönte)
Unter den Gästen zur Einweihung: Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (links), der ein Grußwort verlas, und Georg Freiherr von und zu Brenken, der Präsident des Generalvorstands des Bonifatiuswerks. (Fotos: Michael Bönte)

Unter den Gästen der Einweihungsfeierlichkeiten waren auch Georg Freiherr von und zu Brenken,der Generalvorstands-Präsident des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken sowie Monsignore Georg Austen, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Beide verlasen ein Grußwort und gratulierten im Namen der Spenderinnen und Spender zum Abschluss der Arbeiten und zu dem beeindruckenden Bauwerk mit seiner ungewöhnlichen, geschwungenen Form.

Quelle: Bonifatius-Werk