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„Häuser der Gastfreundschaft in Rom

Der Petersplatz in Rom. Foto: Kleibold
Der Petersplatz in Rom. Foto: Kleibold

Während ihrer Romreise in der vergangenen Woche, haben sich der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, und Pressesprecher Patrick Kleibold, mit verschiedenen Vertretern aus Institutionen und Einrichtungen in der ewigen Stadt getroffen, um Gespräche über Entwicklungen innerhalb der Kirche, mögliche zukünftige Kooperationen und über bereits laufende Projekte zu führen.

Grund der Romreise war eine Audienz beim Papst. Gemeinsam mit einer Delegation aus Norwegen hatte Monsignore Austen die Gelegenheit, mit Papst Franziskus u.a. über die Diaspora-Situation der Kirche in Norwegen und Deutschland und über die Entwicklung des Kirchbauprojektes St. Olav in Trondheim zu sprechen.

Empfang in der Deutschen Botschaft

Am Donnerstagmorgen waren der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig und Monsignore Austen in der Deutschen Botschaft am Heiligen Stuhl zu einem Gespräch mit der dortigen Botschafterin, Annette Schavan, eingeladen. Die Botschafterin informierte sich über die derzeitige Diaspora-Situation in Deutschland und Norwegen. Besonders interessiert zeigte sie sich an der stark wachsenden norwegischen Gemeinde.

"Nur 15 Prozent der Katholiken in Norwegen sind auch dort geboren. Unsere Kirche ist eine Migrantenkirche, die sich im Aufbruch befindet. Europaweit wächst die Kirche nirgendwo so rasant wie in Norwegen. Dabei sind wir auch eine sehr junge Kirche. Der Altersdurchschnitt unserer Katholiken liegt bei 28 Jahren", sagte Bischof Eidsvig. Austen berichtete über aktuelle missionarische Projekte des Bonifatiuswerkes und sprach mit der Botschafterin auch über zukünftige Herausforderungen und Chancen der katholischen Kirche. An dem Gespräch nahmen ebenfalls der junge Priesteramtskandidat aus dem Bistum Oslo, Tao Nguyen, und Patrick Kleibold teil.

Besuch in der deutschen Botschaft: Msgr. Georg Austen, Botschafterin Annette Schavan und Bischof Bernt Eidsvig. Foto: Patrick Kleibold
Besuch in der deutschen Botschaft: Msgr. Georg Austen, Botschafterin Annette Schavan und Bischof Bernt Eidsvig. Foto: Patrick Kleibold

Ein Ort des Gebets und der Gastfreundschaft

Eine weitere Einladung erhielten die Vertreter des Bonifatiuswerkes von den Birgittinnen-Schwestern in ihren Konvent an der Piazza Farnese. Das Hilfswerk für den Glauben unterstützt bereits seit vielen Jahren die Birgittinnen in den norwegischen Ländern. Im vergangen Jahr konnten Projekte mit rund 100.000 Euro unterstützt werden.

Die Generaläbtissin der Birgittinnen, Mutter Tekla Famiglietti, die den Orden seit 1979 leitet, bedankte sich bei Austen für die so wichtige geleistete Hilfe in den vergangenen Jahren. Ohne diese wäre die Arbeit der Birgittinnen in den norwegischen Ländern nicht zu finanzieren. Dabei schilderte sie auch die aktuellen Entwicklungen und Nöte ihrer Ordensschwestern. Im Mittelpunkt standen mögliche Kooperationsprojekte in den kommenden Jahren, sei es die Unterstützung von pastoralen Projekten, Bauprojekten und auch die konkrete Unterstützung der Klöster.

"Jedes Mal, wenn ich Sie besuchen darf, erlebe ich hier einen Ort des Gebets und der Gastfreundschaft", bedankte sich Austen bei den Schwestern. Die Birgittinnen stünden für eine Willkommenskultur, die wir heute dringend benötigten. "Es ist schön zu sehen, dass Katholiken aber auch alle nicht konfessionell gebundenen Menschen ihre weltweite Glaubensgemeinschaft und ihr Glaubenszeugnis erleben, etwas vom Glauben erfahren und einen Ort des Betens betreten können", fügte Austen hinzu. Auch das Bonifatiuswerk versuche in diesem Jahr, mit den Inhalten der Diaspora-Aktion, einen Schwerpunkt auf das Thema Willkommenskultur zu setzen.

Bei den Birgittinnen: Mutter Tekla (von links), Msgr. Georg Austen und Schwester Elisa. Foto: Patrick Kleibold
Bei den Birgittinnen: Mutter Tekla (von links), Msgr. Georg Austen und Schwester Elisa. Foto: Patrick Kleibold

Neuevangelisierung im Blick

Zu einem weiteren Gespräch war Monsignore Austen auch beim päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung. Er traf sich dort mit Bruder Helmut Rakowski, OFM Cap. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der gegenseitige Austausch über aktuelle missionarische Projekte. Dem Bonifatiuswerk mit seiner missionarischen Arbeit liege insbesondere die Neuevangelisierung Deutschlands und Europas am Herzen, sagte Austen. Er informierte dabei über einige aktuelle Ideen und auch über konkrete Projekte des Bonifatiuswerkes. Bruder Helmut zeigte sich u.a. interessiert am Medienwettbewerb für Jugendliche "Meine Story mit Gott", an der Entwicklung der Informationshefte "Kirche im Kleinen" und auch daran, wie das Bonifatiuswerk die Themen des Brauchtums und der Rituale versucht in seinen missionarischen Projekten zu verankern.

Bruder Helmut Rakowski (links) und Msgr. Austen beim päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung. Foto: Patrick Kleibold
Bruder Helmut Rakowski (links) und Msgr. Austen beim päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung. Foto: Patrick Kleibold



Quelle: Bonifatius-Werk