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Verabschiedung von Georg Austen

Mit einem bunten Fest im Rahmen der Diözesanversammlung hat der BDKJ-Diözesanverband Paderborn am vergangenen Wochenende seinen bisherigen Diözesanseelsorger Georg Austen verabschiedet. Austen ist seit dem 1. Oktober bei der Deutschen Bischofskonferenz als Sekretär zur Vorbereitung des Weltjugendtreffens tätig, das 2005 in Deutschland stattfinden wird.

von links n. rechts: Regina Schafmeister, Georg Austen, Matthias Schmidt

Seit 1996 war er Paderborner BDKJ-Diözesanseelsorger und zugleich Studentenpfarrer in Paderborn. Der BDKJ-Diözesanvorsitzende Matthias Schmidt würdigte bei der Verabschiedung besonders, dass Austen ein mutiger Mensch sei. Dies habe sich vor allem während der BDKJ-Aktion "Für ein friedliches Miteinander" gezeigt, als im ganzen Erzbistum gelbe Fahnen an den Kirchtürmen für Fremdenfreundlichkeit warben. Damals war die Aktion nicht nur auf positive Resonanz gestoßen, sondern Austen und die BDKJ-Diözesanstelle hatten auch sehr negative Kritik und Beschimpfungen hinnehmen müssen. Als weitere Aktion, die Austen immer sehr am Herzen gelegen habe, nannte Matthias Schmidt die Aktion Dreikönigssingen, für die Austen im BDKJ verantwortlich war. Als Dank für sein Engagement überreichte Schmidts Vorstandskollegin Regina Schafmeister Georg Austen die silberne Ehrennadel, die höchste Auszeichnung des BDKJ-Diözesanverbandes. Ein neuer Diözesanseelsorger wird voraussichtlich während einer außerordentlichen Versammlung Ende Januar gewählt.

Ein weiterer Schwerpunkt der jetzigen Diözesanversammlung war das Projekt "Förderung und Entwicklung eines sozial- und gesellschaftspolitischen Engagement", das nun abgeschlossen wurde. Ausgangspunkt dieses wissenschaftlich begleiteten Projekts war die Frage, wie das kommunalpolitische Engagement des BDKJ gestärkt werden kann. Ende der 90er Jahre nämlich beobachteten die Verantwortlichen im BDKJ zwei Entwicklungen: zum einen wurden Jugendhil-fe und Jugendförderung immer stärker Sache der Kommunen, zum anderen waren die Ämter in den hier angesiedelten BDKJ-Stadt- und Kreisverbänden immer schwieriger zu besetzen. Die Stadt- und Kreisverbände aber sind es, die die Anliegen von Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene vertreten. Sie agieren auch in der Öffentlichkeit, als Beispiel wurde die gera-de erst abgeschlossene Fairhandelskampagne "FAIR gewinnt" genannt, die besonders von den Stadt- und Kreisverbänden durchgeführt worden ist.

Eines der Ergebnisse des Projekts: Politik muss erlebbarer werden. Denn wenn Politik als Erlebnisraum sichtbar wird und die Szenarien der Zukunft als gestalt- bzw. beeinflussbar erfahren werden, dann lassen sich auch junge Erwachsene für ein Engagement gewinnen. Dementsprechend muss auch die politische Debatte stärker im verbandlichen Alltag integriert werden. Konsens herrschte bei den Delegierten der Diözesanversammlung darin, dass sich die Ergebnisse des Projektes in der zukünftigen Arbeit und den strategischen Überlegungen wiederfinden werden bzw. Impulse für neue Schwerpunkte bieten. Als Beispiele wurden hier die Mitarbeiterqualifizierung, die Gremiengestaltung oder die politische Bildungsarbeit genannt.