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"Gäste sind ein Segen"

Unmittelbar vor den Veranstaltungen zum XX. Weltjugendtag in Köln finden in allen deutschen Diözesen (mit Ausnahme des Erzbistums Köln) die Tage der Begegnung statt. Vom 11. bis 15. August 2005 laden die Bistümer junge Gäste aus allen Kontinenten dieser Welt zur persönlichen Begegnung in Gemeinden, Jugendgruppen und Familien ein.
Die Tage bieten den Gästen die Gelegenheit, in Gebet und Gottesdienst sowie in gemeinsamen Freizeitaktivitäten und dem Besuch regionaler Sehenswürdigkeiten etwas vom kirchlichen und gesellschaftlichen Leben "vor Ort" zu erfahren.
Das Programm wird von jeder Diözese eigenständig gestaltet, um so die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Bistümer und die regionalen Besonderheiten in Deutschland hervorzuheben. In den Tagen der Begegnung wird der Tag des Sozialen Engagements ein wichtiges Element sein: Am Freitag, dem 12. August 2005, werden Gäste und Gastgeber sich in einer bundesweiten Aktion in zahlreichen Projekten sozial engagieren. Durch diesen Aktionstag soll ein Zeichen der Solidarität sozial engagieren. Durch diesen Aktionstag soll ein Zeichen der Solidarität
Bei der Zuteilung der Gäste auf die Bistümer werden Partnerschaften besonders berücksichtigt und gefördert. Denn die Pflege und der Aufbau von Partnerschaften ist ein wirklicher "Schatz" für die Jugend-und Gemeindearbeit.
"Gäste sind ein Segen" - dieser Satz begegnete mir bei einem Besuch mit Verantwortlichen aus der Jugendarbeit in Sambia. Dort, wie bei vielen Gelegenheiten in der aktuellen Jugendpastoral und auch bei den vergangenen Weltjugendtagen, war zu erleben, wie positiv erfahrene Gastfreundschaft für die Beteiligten ist. Die Gastfreundschaft ist eine - manchmal vergessene - christliche Grundhaltung, sie bereichert Gastgeber und Gast. Sie bewirkt, dass unsere Kirche ein "Gesicht" bekommt. Sie erweitert den Lebens- und Glaubenshorizont. Gastfreundschaft ist keine Einbahnstraße. Der Besuch eines Gastes kann zum Segen für den Gastgeber werden. Denn Gastfreundschaft bedeutet, Leben und Glauben miteinander zu teilen, sie öffnet Ohren und Herzen, gewährt Schutz und bringt Geborgenheit. Erlebte Gastfreundschaft kann Gemeinschaft begründen und Vorurteile abbauen, wenn aus Fremden Freunde werden. Menschen - gleich, ob jung oder alt - zu motivieren, gute Gastgeber zu sein, ist ein wichtiges Anliegen in der Vorbereitung auf die Begegnung in den Diözesen. Hier sind die bisherigen Rückmeldungen über die angegangenen Wege der Vorbereitung auf den unterschiedlichen Ebenen ermutigend.
Dank sei den Mitgliedern des Arbeitskreises "Begegnung" und allen gesagt, die durch ihren Beitrag und ihre redaktionelle Arbeit die Erstellung der Arbeitshilfe ermöglicht haben.
Gern stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weltjugendtagsbüro in Köln für Nachfragen und zur Unterstützung zur Verfügung.
Mögen der Einsatz in der Vor- und Nachbereitung, die vielen Begegnungen im Großen und im Kleinen, die Neugier auf die Menschen und das Geschenk, von einander im Miteinander etwas zu erfahren, zum Segen werden. Dies ist ein gutes Vorzeichen für den gemeinsamen Aufbruch der Gäste und der Gastgeber zum großen Glaubensfest in Kön.

Pfarrer Georg Austen
Sekretär des Weltjugendtags,
Deutsche Bischofskonferenz

Die gesamte Arbeitshilfe steht zum Download bereit hier