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Pressemeldung
Gemeinsam für den Weltjugendtag

„Gerade in Zeiten, in denen auch in der Kirche vieles weg bricht, ist ein solches Treffen als Zeichen gemeinschaftlichen Engagements von großer Bedeutung." Mit diesen Worten eröffnete der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode als Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz das zweite Hearing der Deutschen Bischofskonferenz zum XX. Weltjugendtag 2005. Rund 80 Vertreter der Jugend- und Gesamtpastoral in Deutschland trafen sich am Donnerstag in Wesseling, um sich über Vorbereitung und Wirkung des Weltjugendtags auszutauschen.

Nach einer geistlichen Einführung durch den Generalsekretär des XX. Weltjugendtags, Prälat Dr. Heiner Koch, informierte das Leitungsteam des Weltjugendtagsbüros zunächst über den aktuellen Stand der Vorbereitungen in Köln und in den deutschen Bistümern. „Inzwischen liegen rund 200.000 Anmeldungen aus 155 Nationen vor", so Hermann-Josef Johanns, Geschäftsführer der Weltjugendtag gGmbH. Etwa zwei Drittel der Anmeldungen kämen aus Europa, 40.000 davon aus Deutschland, rund 15 Prozent aus Nordamerika, die übrigen von allen anderen Kontinenten. Im Hinblick auf die internationale Begegnung und den Austausch zwischen Gästen und Gastgebern sei die hohe Zahl der bisher gemeldeten Partnerschaften besonders erfreulich, so Pfarrer Georg Austen, Sekretär des Weltjugendtags seitens der Deutschen Bischofskonferenz: „Bisher haben sich über 2.000 Gruppen aus aller Welt gemeldet, die in den ‚Tagen der Begegnung’ Partnerschaften mit deutschen Gemeinden, Gruppen oder Verbänden vertiefen oder neu aufbauen wollen.“

Einige Teilnehmer des Hearings, unter ihnen Vertreter der deutschen Bistümer, der katholischen Jugendverbände, der Orden und der kirchlichen Bewegungen, stellten ihre eigenen Aktionen zum Weltjugendtag vor. So errichten die Jesuiten mit der „Ignatianischen Familie" eine Zeltstadt bei der Loreley, die Schönstatt-Bewegung feiert ein internationales Festival ihrer Gemeinschaft und beteiligt sich an den „Tagen der Begegnung in den deutschen Diözesen.“ Das Bistum Trier berichtete über euregionale Zusammenarbeit, und die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) informierte über das „Global Village", das während des Weltjugendtags in Bonn Zukunft und Nachhaltigkeit thematisiert. In mehreren Kleingruppen diskutierten die Teilnehmer des Hearings am Nachmittag mit den Verantwortlichen der Deutschen Bischofskonferenz und des Weltjugendtags die Chancen für eine nachhaltige Wirkung des Ereignisses. Große Hoffnung legen die Teilnehmer in eine engere Vernetzung zwischen den verschiedenen Trägern der Jugendpastoral in Deutschland. Mit dem Weltjugendtag eröffneten sich neue Perspektiven der verbands- und gruppenübergreifenden Zusammenarbeit, so der Tenor der Veranstaltung. Aber auch gesamtgesellschaftlich werde der Weltjugendtag in Deutschland - unabhängig von empirischer Messbarkeit - Wirkung zeigen, so Bischof Bode: „Ich habe selbst nach vergangenen Weltjugendtagen erlebt, wie sich der ‚Grundwasserspiegel' des Glaubens und des Lebens mit der Kirche deutlich erhöht hat."

Quelle: WJT Seite