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Zwei Engel für Bonifatius
Wechsel im Bonifatiuswerk: Kathke geht, Austen kommt

In himmlischer Mission: Pfarrer Georg Austen und Prälat Clemens A. Kathke (von links). Über 800 Gäste haben an der feierlichen Verabschiedung von Bonifatiuswerk-Generalsekretär Prälat Clemens A. Kathke und der Einführung seines Nachfolgers Pfarrer Georg Austen teilgenommen. Zu den 24 bischöflichen Gästen aus Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum zählten die Erzbischöfe Hans-Josef Becker und Werner Thissen sowie die Bischöfe Franz-Josef Bode, Gerhard Feige, Heinrich Mussinghoff, Joachim Wanke und Konrad Zdarsa.

Erzbischof Thissen hatte tags zuvor in Hamburg die Arbeit des Bonifatiuswerkes gewürdigt. "Das Werk ist ein Segen für die katholischen Christen in der Diaspora und stärkt Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen." Zugleich lobte er das Engagement des scheidenden Generalsekretärs und wünschte dessen Nachfolger "Geschick und Einfühlungsvermögen".

Die Festveranstaltung am 23.02.2008 begann mit einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn. Das Bonifatiuswerk habe „die missionarische Kraft des Glaubenszeugnisses erkannt“ und „mit einer Reihe von unterschiedlichen Initiativen dazu beigetragen, dass das Evangelium ein Gesicht bekommt“, unterstrich Erzbischof Becker im Rahmen seiner Predigt. Der aufmerksame und gezielte Blick des Hilfswerkes auf die Kinderpastoral und die Jugendarbeit sei dabei ebenso zu nennen, „wie eine offene und zupackende Medienarbeit mit dem Ziel einer wachsenden Präsens des Evangeliums in einer säkularisierten Gesellschaft“.

Zur anschließenden Festveranstaltung hatte das Diaspora-Hilfswerk Freunde und Förderer sowie langjährige Weggefährten aus Kirche und Gesellschaft persönlich eingeladen. „Ich möchte einfach Dank sagen“, betonte Generalsekretär Kathke. Die Zeit beim Bonifatiuswerk sei für ihn vor allem eine Zeit der Begegnungen gewesen. Ausdrücklich wies der 70-Jährige darauf hin, dass nicht er selbst oder seine Mitarbeiter das Bonifatiuswerk seien, „sondern die vielen, vielen Menschen, die uns Geld zur Verfügung stellen für die Mitchristen in der Diaspora“.

Auf die Frage nach seinem Konzept für das Bonifatiuswerk, musste Pfarrer Austen die Gäste enttäuschen: „Mein Dienst beginnt erst am ersten März. Ich habe keinen ausgereiften Plan, sondern nur meine Erfahrungen und meine ganze Kraft, die ich mitbringe.“ In die fast 160-jährige Geschichte des Hilfswerkes steige er mit drei Wünschen ein: Erstens: eine gute Zusammenarbeit mit dem Generalvorstand, den Mitarbeitern und den Diasporachristen – denn „anpacken kann keiner alleine“. Zweitens, „dass wir einander im Blick behalten“ und drittens: „behalten wir einander im Gebet“.

Als Abschieds- und Willkommensgeschenk bekamen der scheidende Generalsekretär und sein Nachfolger jeweils einen goldenen Engel. „Die Schutzengel sollen Sie auf Ihren Wegen begleiten“, sagte Christoph Schommer im Namen aller Mitarbeiter des Hilfswerkes. Zudem übermittelten ZDF-Moderator Peter Hahne und Sängerin Maite Kelly per Video-Botschaft die besten Wünsche an Kathke und Austen.

Austen, der 1958 in Salzkotten geboren wurde, studierte Theologie in Paderborn und München. Von 2002 bis 2006 gestaltete er als Sekretär den Weltjugendtag in Köln mit. Der 70-jährige Kathke führte in seiner zehnjährigen Amtszeit zahlreiche Neuerungen ein. So gibt das Diaspora-Hilfswerk beispielsweise regelmäßig Umfragen zum Thema Glauben in Auftrag und startete eine bundesweite Unterschriftenaktion zum Sonntagsschutz.



Quelle: Carolin Meyer - Bonifatiuswerk - 25.02.2008