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Schwungvolles Fest zur Verabschiedung und Einführung des Generalsekretärs des Bonifatiuswerkes - Austen folgt Kathke

Über den Stabwechsel beim Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken freuen sich: (v. l.) der scheidende Generalsekretär Prälat Clemens Kathke, Georg Freiherr von und zu Brenken als Präsident, Erzbischof Hans-Jsoef Becker und der neue Generalsekretär Georg Austen. Foto: Vieler Paderborn. Mit großem Zeremoniell ist am Samstag vergangener Woche der neue Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken Georg Austen in sein Amt eingeführt worden. Gleichzeitig wurde sein Vorgänger Prälat Clemens Kathke, der dem Laien-Hilfswerk für Christen in der Diaspora zehn Jahre vorgestanden hatte, verabschiedet.

Für Paderborner selbst ist das in der Bischofsstadt ansässige Diaspora-Hilfswerk vielleicht etwas weniger im Licht der Öffentlichkeit. Wieviel Ansehen es aber auch über die Grenzen des Erzbistums und Deutschlands hinaus genießt, wurde bei der Feier zur Einführung des neuen Geschäftsführers, beim Bonifatiuswerk Generalsekretär genannt, deutlich. Über 800 Gäste waren der Einladung zum feierlichen Pontifikalamt in den Hohen Dom gefolgt. Darunter allein 25 Bischöfe: eine beachtliche Zahl für ein Laien-Hilfswerk, wie es später beim Festakt hieß. Unter ihnen waren auch viele Vertreter aus der Reihe der Ökumene sowie der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, Erzbischof Werner Thissen aus Hamburg und die Bischöfe aus Osnabrück, Magdeburg, Erfurt und Görlitz, Franz-Josef Bode, Gerhard Feige, Joachim Wanke und Konrad Zdarsa. Förderte das Bonifatiuswerk doch allein im vergangenen Jahr Christen in der Diaspora, hauptsächlich im Norden Europas, aber auch Deutschlands, mit rund 18 Millionen Euro.

Auf den unabdingbaren missionarischen Auftrag der Kirche machte Erzbischof Hans-Josef Becker als bischöflicher Beauftragter des Bonifatiuswerkes in seiner Predigt beim Pontifikalamt aufmerksam. Wenn eine Gemeinde oder gar die Kirche keine Mission hätte, wäre es folgerichtig, die Kirchen zu schließen, die Gebäude zu verkaufen und das Personal abzuziehen. Dann bliebe bestenfalls ein Museum für Kirchenkultur vergangener Zeiten zu erhalten, so Becker wörtlich. Eine Kirche ohne Sendung, eine Kirche ohne Mission, eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die sich selbst genügten und nur Traditionspflege und Besitzstandswahrung und womöglich Nabelschau betreibe, müsse sterben oder sei bereits gestorben, sagte der Erzbischof mit Blick auf die Hilfen des Bonifatiuswerkes in den Missionsländern, zu denen auch verstärkt die Bundesrepublik zählt.

Als Seelsorger mit Sinn für das Praktische habe Prälat Clemens Kathke in den vergangenen Jahren das Bonifatiuswerk geleitet, wurde beim Festakt immer wieder vorgetragen. Zu Beginn seiner Amtszeit habe Kathke vor allem strukturelle und inhaltliche Neuerungen in der Zentrale eingeführt und inhaltlich besonders die Kinderpastoral und Jugendarbeit in den Vordergrund gestellt. „Wir müssen unsere Kirche fleißig begießen, damit sich neue Knospen entwickeln. Wer mit dem Gießen aufhört, kann sich nur an bestehenden Blüten erfreuen. Doch die verwelken irgendwann“, umschreibt Kathke sein Wirken.

Georg Austen tritt sein Amt am 1. März an.

Quelle: Der Dom