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Georg Austen
ehemaliger KLJB Diözesanpräses und Sekretär des Weltjugendtags der Deutschen Bischofskonferenz

Pfarrer Georg Austen „Unser Haus“ - so haben wir vor über 20 Jahren das alte Pfarrhaus in Hoinkhausen, das damals zum KLJB Haus wurde, genannt. Ja, es wurde „ unser Haus“. Nach dem großen Engagement der KLJB´ler in der Renovierungszeit wurde es mit Ideen, Veranstaltungen, Kursen, Begegnungen und mit Freizeiten gefüllt:, mit bewegenden Gottesdiensten, dem Ausprobieren der eigenen Kochkünste, Feiern in der Tenne und gemütlichen Runden am Kaminfeuer.

Für mich als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der KLJB und später als Diözesanpräses war das Haus ein wichtiger Ort, der Räume eröffnete - pastorale Räume. Hier konnte das Verbandsleben verortet werden. Junge Menschen erlebten hier gemeinsam die Anliegen ihres Jugendverbandes. Sie konnten sich hier des Glaubens vergewisserten und ihn feien, Ideen und Erfahrungen austauschen und Beziehungen knüpfen. Durch die vielen Treffen in „Unserem Haus“– im Großen wie im Kleinen – bekam der Verband ein Gesicht und wurden tragfähige Netzwerke geknüpft.

Für mich war das Haus immer ein Ort der Ermutigung, weil ich hier spüren konnte: wir sind in unseren Gruppen nicht allein, es gibt Verbündete, die Gesellschaft und die Kirche mitgestalten wollen. „Verband verbindet“, das konnte ich hier erfahren.

Jetzt soll die Zukunft weiter gebaut werden. Eine Zukunft mit Tradition. Ich kann allen Beteiligten nur wünschen, das es für Euch „Unser Haus“ bleibt und wird.

Im Landjugendzeichen sind Kreuz und Pflug vereint. Der Pflug lädt ein anzupacken, dort Hand anzulegen wo es möglich ist und den Boden zu bereiten damit Neues wachsen kann. Das Kreuz gibt dabei dem Pflug das nötige Gewicht, damit er tief in die Erde gehen kann und nicht an der Oberfläche bleibt. Es gibt Orientierung, in die Tiefe und Weite zu gehen. Kreuz und Pflug gehören zusammen. Das sollte auch zukünftig durch die KLJB`ler und das Leben im Haus sichtbar und für junge Menschen erfahrbar werden. Dann ist „Unser Haus“ ein Ort der Lebensbildung.

Quelle:KLJB Erzbistum Paderborn - Mai 2008